Mittwoch, 23. August 2017

[Rezension] Katharine McGee - Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Autor: Katharine McGee
Titel: Beautiful Liars - Verbotene Gefühle
Original Titel: The Thousandth Floor
Reihe: Band 1 von 3
Seiten: 512
Verlag: Ravensburger
Veröffentlichung: 01. September 2017
Gelesen als: Hardcover
ISBN: 978-3-473-40153-6
Preis: 17.00 €

Inhalt:
New York, 2118: Im höchsten Wolkenkratzer der Welt leben die Reichen oben und die Armen unten. Hinter der glänzenden Fassade des Towers verbirgt sich ein Netz aus Intrigen. 
Der wunderschönen Avery liegt die Welt zu Füße - wortwörtlich, denn sie wohnt im obersten Stock des Towers. Doch ein quälendes Geheimnis zerreißt sie mit jedem Tag ein bisschen mehr: die verbotene Liebe zu ihrem Stiefbruder Atlas. Niemand darf davon erfahren, weder ihre besten Freundinnen, die ehrgeizige Leda und die impulsive Eris, noch der faszinierende Watt aus den unteren Etagen. Avery ahnt nicht, das ihre Freunde weitaus gefährlichere Geheimnisse verbergen - und dass ihre Welt bald wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen wird.

Zitate:
"Es war wie immer: Er wusste, was sie wollte oder brauchte, ohne, dass sie es sagen musste. Bis auf eine Sache natürlich, die er niemals wissen durfte." (S.83)

"Aber etwas trennte Eris von den anderen mit ihrem ungezwungenen Lachen und der übersprudelnden Energie. Etwas, das sie nicht beschreiben konnte. Vielleicht lag es an der Wut über ihre Situation, die sie immer noch von innen verzehrte." (S.191)

"Eris liebte dieses Spielchen. Sie war gut darin. Vertrau auf deine Stärken, hatte ihr Dad oft gesagt. Sie hatte immer angenommen, er meinte ihre Schönheit." (S.193)

Meine Meinung:
Das Buch hat mich schon gereizt, als ich es auf englisch entdeckt habe, aber aus irgendwelchen Gründen habe ich es nie gelesen. Dann habe ich es auf vorablesen entdeckt und war von der Leseprobe wirklich begeistert und ich muss mich herzlich bei vorablesen und dem Verlage bedanken, dass ich ein Rezensionsexemplar erhalten habe. 

Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht und hat mich direkt fesseln können. Der Prolog verrät zwar schon so ziemlich das Ende des Buches, aber man möchte unbedingt wissen, wer vom Wolkenkratzer gefallen/gesprungen ist und das lässt einen direkt interessiert zurück. Besonders das Konzept eines Wolkenkratzers mit 1000 Stockwerken hat mich beeindruckt und ich wollte herausfinden, wie das funktionieren kann und wie es sich in so einem Wolkenkratzer lebt. 
Der Weltenbau hat mir hier sehr gut gefallen, weil wir endlich auch mal etwas vom Rest der Welt erfahren haben und wussten, dass die anderen Länder und Kontinente noch existieren. Bei den meisten dystopischen Romanen fehlt das ja komplett. Außerdem haben wir im Laufe des Buches auch immer mehr vom Wolkenkratzer entdecken können, der tatsächlich wie eine eigene Welt bzw. Stadt ist. Es passen sogar ganz Straßen, Häuserblöcke mit Wohnungen und Geschäften hinein. Das nahm solche Dimensionen an, dass ich es mir gar nicht vorstellen konnte und sogar nach einer Illustration des Turms suchen musste. 
Die Handlung hat mir sehr gut gefallen und es war mal etwas anderes als ich sonst so lese, sodass es für mich sehr erfrischend war. Wir folgen der Sicht von 5 verschiedenen Charakteren und wir werden mit einigen Problemen konfrontiert und es war faszinierend zu sehen, wie sich ihre Leben miteinander verzweigen und wie die Beziehungen zueinander sind. Im ersten Drittel war ich noch ganz gefesselt davon herauszufinden, wer vom Wolkenkratzer gefallen/gesprungen ist aber zum zweiten Drittel hin habe ich ein wenig das Interesse verloren und ich hatte ein wenig das Gefühl, als würde sich die Handlung ziehen. Sobald ich aber das letzte Drittel erreicht hatte, nahm die Handlung wieder in Fahrt auf und ehe ich mich versehen habe, wusste ich wer die 1000 Stockwerke gefallen ist. 
Ich hatte zu Anfang ein paar Befürchtungen, dass ich bei all den Charakteren den Überblick verlieren würde, aber das war glücklicherweise nicht der Fall. Die Charaktere waren so verschieden, dass man sie gar nicht verwechseln konnte und die einen waren sympathischer als die anderen. Besonders Leda konnte ich nicht leiden, aber ich bin froh, dass wir auch ihre Sicht der Dinge miterleben konnten.  Katharine McGee konnte bei mir besonders mit der Diversität ihrer Charaktere punkten. Wir haben Charaktere verschiedener Herkunft und LGBTQ+ Charaktere, ohne das es große auf die Glocke gehängt wird und als absolut natürlich empfunden wird. Eine Sache, die ich etwas befremdlich fand, war die Beziehung zwischen Avery und ihrem Adoptivbruder, die in meinen Augen einfach nur falsch ist und nicht hätte romantisiert werden dürfen. Wenn die beiden nicht vom Kindesalter an zusammen aufgewachsen wären, wäre meine Meinung dazu vielleicht ein wenig anders, aber ich habe mich absolut unwohl gefühlt, wenn es um die Beziehung der beiden ging. Ich habe aber noch die Hoffnung, dass das im zweiten Teil weiter angesprochen wird und weiter behandelt wird.

Fazit:
 Ein sehr gelungener Auftakt, der für jeden etwas ist, der ein Fan von Gossip Girl ist. Es hatte zwar seine Längen im zweiten Drittel, aber es lies sich dennoch sehr flüssig lesen und hat einen den Großteil der Zeit fesseln können. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Band und bin gespannt wie sich die Dinge weiter entwickeln.



Kommentare:

  1. Hallo,

    echt mega tolle Rezension von diesem Buch, welches mich auch sehr interessiert und dein Feedback dazu, macht mich nur noch neugieriger darauf.

    Liebe Grüße
    Bettina

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    1. Dann solltest du es dir wirklich kaufen, wenn es erscheint :)
      Das Buch macht nämlich wahnsinnig viel Spaß zu lesen

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